Ukrainische Lehramtsstudentinnen zu Gast am DBG

Vom 26. bis zum 30. Oktober 2026 begrüßt das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Großenkneten (DBG) drei ukrainische Lehramtsstudentinnen, die in ihrer Heimat Deutschlehrerinnen werden möchten. Im Rahmen ihres Hospitationspraktikums, das vom Goethe-Institut in der Ukraine organisiert wird, erhalten sie Einblicke in den Unterricht und den Schulalltag an einem deutschen Gymnasium. Die Studentinnen studieren an Partneruniversitäten des Goethe-Instituts und absolvieren derzeit Module des Programms „Deutsch Lehren Lernen“ (DLL).

Die Fortbildungsreihe des Goethe-Instituts verbindet aktuelle Erkenntnisse der Deutschdidaktik mit praxisorientiertem Lernen. Im Mittelpunkt stehen die Beobachtung und Reflexion von Unterricht, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden sowie die Entwicklung neuer Ideen für die eigene Unterrichtspraxis. Die Hospitation am DBG bietet den angehenden Lehrerinnen die Gelegenheit, diese Inhalte unmittelbar mit schulischer Praxis zu verbinden.

Während ihrer Besuchswoche hospitieren die Studentinnen insbesondere im Deutschunterricht, erhalten aber auch Einblicke in weitere Sprachfächer. Im Austausch mit den Lehrkräften lernen sie unterschiedliche Unterrichtsformen, Möglichkeiten der Sprachförderung und die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche kennen. Die Reflexion ihrer Beobachtungen und das Gespräch über didaktische Ansätze bilden dabei einen wichtigen Bestandteil des Programms.

Der europäische Gedanke steht im Zentrum des Austauschs. Internationale Begegnungen wie diese eröffnen neue Perspektiven auf Schule und Bildung. Sie ermöglichen es, Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg zu teilen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und unterschiedliche pädagogische Traditionen kennenzulernen. Zugleich leisten sie einen Beitrag zur deutsch-ukrainischen Freundschaft und zur europäischen Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft.

Nachdem das DBG bereits im vergangenen Jahr ukrainische Lehramtsstudentinnen aufgenommen hatte, hat die Schule die erneute Anfrage des Goethe-Instituts gern angenommen. Die Bereitschaft der beteiligten Lehrkräfte, ihren Unterricht für die Hospitation zu öffnen und Zeit für fachlichen und persönlichen Austausch einzuräumen, macht diese internationale Kooperation erst möglich. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen sowie den Gastfamilien, die die Studentinnen herzlich willkommen heißen und ihnen dadurch Einblicke in den deutschen Schulalltag ermöglichen.

Wir freuen uns, mit diesem Austausch einen Beitrag zu internationaler Verständigung und europäischer Bildungszusammenarbeit leisten zu können. Für die drei angehenden Deutschlehrerinnen wünschen wir uns eine erkenntnisreiche Woche mit vielen wertvollen Erfahrungen, neuen Kontakten und Impulsen für ihren weiteren beruflichen Weg.